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<font color=blue>LUG Camp 2006 - Ofterschwang, 25.-28. Mai 2006</font>

 

Vaddertach? Himmelfahrt? Rum Regatta? Nix da! Dieses Wochenende ist f├╝r uns traditionell "LUG Camp-Time"! Und nichts anderes!

 

So viele Mitglieder unserer LUG wie in diesem Jahr wollten noch nie am LUG Camp teilnehmen. Das liegt sicherlich mit daran, dass die Ausrichtung unserer "eigenen" LUG Camps allen sehr viel Spass gemacht hat und dass die Erz├Ąhlungen und Geschichten, M├Ąrchen und Mythen, die sich um die anderen LUG Camps ranken, irgendwann einfach jeden Linux-Fan dazu bringen, an dieser Veranstaltung teilzunehmen, egal wo sie stattfindet.

 

LUG Camp, das ist und bleibt etwas Besonderes:

 

Organisation? Meistens chaotisch, aber trotzdem sind sp├Ątetens nach dem Camp alle zufrieden und gl├╝cklich

 

Es gibt wohl kein Camp, bei dem nicht irgendetwas schief geht. Dieses Mal platzte Anfang 2006 den ausrichtenden LUGs die Location weg. Alles war eigentlich klar und pl├Âtzlich standen die Veranstalter ohne Location da. Das ist nat├╝rlich das Schlimmste, was einem Orga-Team passieren kann, aber gl├╝cklicherweise hatte die Truppe das rechtzeitig wieder hinbekommen und eine Ausweich-Location gefunden, so dass dem Gelingen des LUG Camp 2006 zumindest aus dieser Sicht nichts mehr im Wege stand...

 

Festes Programm? Ja, nee, is klar!

 

Im Ernst: Ein Programm gibt es immer, aber wie sehr daran festgehalten wird, dass h├Ąngt doch immer von den Teilnehmern ab. Bisher war es h├Ąufig so, dass die spontanen Vortr├Ąge, z.B. zu Multimedia unter Linux nachts um halb 4 mit die besten waren. Womit die fest eingeplanten Programmpunkte auf keinen Fall herabgew├╝rdigt werden sollen, denn da gab es auch einige wirklich interessante:

 

So wurde u.a. vorgetragen, was CACert bezwecken soll und wie man dieses Projekt unterst├╝tzen kann, wie man mit VDR unter Linux Videoaufnahmen machen kann oder auch was hinter der Zertifizierung durch LPI steckt und wie die LPI-Pr├╝fungen ablaufen, die auch in diesem Jahr wieder zu verg├╝nstigten Konditionen angeboten wurden. Auch der Einsatz von Open Source Software in der Schule, der Versuch, die original Software auf Motorola's Linux-Smartphones durch OpenEZX zu ersetzen oder auch die Einweisung in dem Umgang mit dem CMS-System Typo3 fanden reichlich Zuh├Ârer.

 

Was es sonst noch Allgemeines zum Camp zu sagen gibt erfahrt ihr unter www.lug-camp.org und im LUG Camp HowTo.

 

Ansonsten m├Âchten wir an dieser Stelle nat├╝rlich wie in jedem Jahr unsere ganz pers├Ânlichen und subjektiven Eindr├╝cke vom LUG Camp schildern und das werden wir auch machen...

Unternehmen Zukunft - die Bahn

Eines war ja jedem, der die LUG Flensburg kennt, klar:

 

Auch in diesem Jahr sollten wir wieder unseren Spass (?) mit der Deutschen Bahn haben:

 

Ende Januar 2006, nachdem wir beschlossen hatten, gemeinsam mit der Bahn nach Ofterschwang zu fahren, da hatten wir uns im Internet gleich schlau gemacht:

 

"Wenn Sie mindestens 14 Tage im voraus buchen und sich auf bestimmte Z├╝ge festlegen, dann gibt es den Tarif 'Gruppe&Spar 70' - da zahlen Sie nur 30% des Normalpreises!"

 

H├Ârte sich richtig prima an....

 

...hatte aber nat├╝rlich einen Haken:

 

Im "Reisezentrum" in Flensburg zog man uns diesen Zahn n├Ąmlich sofort: Nein, f├╝r soviele Teilnehmer gibt es das nicht, diese Tarife sind kontingentiert, das k├Ânnte man mit Ryan-Air und Co. vergleichen...

 

Na toll, welche Alternative gibt es denn?

 

Auskunft der Deutschen Bahn: Gruppe&Spar 50 geht, aber da k├Ânnen wir jetzt noch nicht die Pl├Ątze reservieren, Reservierungen k├Ânnen fr├╝hestens 3 Monate vor dem Reisetermin vorgenommen werden..

 

Schon wieder prima! Na gut, dann also sp├Ąter noch einmal zum Bahnhof...

 

Das machten wir dann am 3. M├Ąrz, womit wir innerhalb der genannten Frist liegen sollten. Lagen wir auch, jedoch gab es dummerweise jetzt auch f├╝r den Tarif Gruppe&Spar 50 nicht mehr gen├╝gend freie Pl├Ątze f├╝r uns! Da hat es uns fast vom Sessel gehauen; erst kann man nicht, weil noch nicht buch- bzw. reservierbar, dann, wenn die Fristen eingehalten werden k├Ânnen, dann gibt es den Tarif nicht mehr, weil der schon ausgebucht sein soll!?

 

Unsere Anfrage an die Zentrale der Deutschen Bahn ergab dann, dass man "aus Gr├╝nden der Wirtschaftlichkeit derartige Angebote eng begrenzen" m├╝sste, dass wir aber unter einer 01805 Rufnummer gerne anrufen k├Ânnten.

 

Prima, anrufen, noch mehr Kosten und trotzdem keinen besseren Preis!? Nein danke!

 

Was blieb uns anderes ├╝brig? Wir wollten zum Camp, also mussten wir in den sauren Apfel beissen und die 3472,- Euro teuren Tickets bezahlen. Aber eines steht fest: Wenn es irgendeine sinnvolle und bezahlbare Alternative zur Bahn geben w├╝rde, dann k├Ânnte das sogenannte "Unternehmen Zukunft" uns kr├Ąftig am <zensiert>...

 

01/01/70

Der Countdown lief...

...und dann waren es nur noch 5 Tage, bis wir endlich unterwegs w├Ąren Richtung LUG Camp.

 

Beim ein oder anderen stieg das Reisefieber, auch deshalb, weil wir nicht sicher sein konnten, rechtzeitig und unversehrt in Sonthofen anzukommen. Wie zuvor schon geschrieben: Wir fuhren immerhin mit der Deutschen Bahn und nach unseren bisherigen Erfahrungen kann da halt vieles passieren...

 

Nichts desto trotz freuten wir uns alle dar├╝ber, dass das lange Jahr seit dem letzten Camp in Wuppertal rum ist und wir unsere Mitstreiter der vorhergehenden LUG Camps endlich wiedertreffen w├╝rden.

 

In Wuppertal wurde beschlossen, dass die LUG Vorarlberg das LUG Camp 2006 ausrichten sollte. Aus welchen Gr├╝nden auch immer, das hat sich irgendwann zerschlagen und nun stellte eine gemeinsames Team der LUG Allg├Ąu, der LUG Bern, der LUG Switzerland sowie der LUG Kreuzlingen das diesj├Ąhrige Camp auf die Beine.

 

 

Die Anreise

Treffpunkt Bahnhof

Mittwochabend um 22 Uhr trafen wir uns am Flensburger Bahnhof, um mit 21 Teilnehmern zum diesj├Ąhrigen LUG Camp nach Ofterschwang zu fahren. Alle waren ├╝berp├╝nktlich da, um 22:15 wollten wir uns treffen, um 22 Uhr waren bereits alle dar.

 

Kein Wunder, waren wir doch alle aufgeregt, weil es endlich wieder losging. Der Gro├čteil unserer Reisegruppe hatte ja bereits LUG Camp-Erfahrung, diejenigen, die noch keine hatten, waren durch die Erz├Ąhlungen der anderen aber mindestens genauso hei├č drauf, diese Erfahrung endlich selbst zu machen.

P├╝nktlichkeit ist eine Zier....

Ok, die Uhr n├Ąherte sich der geplanten Abfahrtszeit um 22:31 Uhr als - f├╝r den gew├Âhnlichen Flensburger LUG Camper schon altbekannt - die Durchsage kam, dass sich der Eurocity aus Kopenhagen ca. 15-20 Minuten versp├Ąten w├╝rde. Lautes Gel├Ąchter hallte ├╝ber den Bahnsteig, wie gesagt, wir kennen ja die Bahn. Es wurde aber noch besser, denn irgendwann hiess es pl├Âtzlich, dass die Abfahrt sich um ca. 1 Stunde verz├Âgern w├╝rde.

 

"Unternehmen Zukunft", das ist die Deutsche Bahn... Wir sahen unseren Anschlusszug in M├╝nchen schon davonfahren, aber als es dann gegen 23:40 Uhr mit mehr als einst├╝ndiger Versp├Ątung endlich losging, wurden wir von "erfahrenen Mitreisenden" dar├╝ber informiert, da├č eine Stunde Versp├Ątung f├╝r einen Nachtzug kein Problem w├Ąren. Diese Zeit w├╝rde er bis M├╝nchen locker wieder aufholen.

 

Und ├╝berraschenderweise war das dann tatschlich so: p├╝nktlich kamen wir in M├╝nchen an, erreichten unseren Anschlusszug und kamen tats├Ąchlich wie geplant in Sonthofen an.

 

Dort erwartete uns bereits der prima Shuttle-Service, der uns vom Bahnhof zum LUG Camp in das nochmal einige Kilometer entfernte Ofterschwang brachte.

01/01/70

LUG Camp 2006 gestartet

Dann war es also endlich soweit:

 

Das LUG Camp 2006 hatte begonnen und ├╝ber 150 LUG Camper ├╝berfielen das kleine Bergdorf Ofterschwang. Nat├╝rlich war das "Hallo" sehr gross, als man altbekannte Mitstreiter oder besser Mitcamper wiedertraf.

 

Und nat├╝rlich wurde zuerst einmal nachgesehen, ob die Camp-Ausrichter von 2005, die WupLUG, daran gedacht hatte, den LUG Camp Cup mitzubringen. Das hatte sie gl├╝cklicherweise und stolz pr├Ąsentierte sie den Pokal, den sie ein Jahr lang ihr eigen nennen durfte, ein letztes Mal auf ihrem Tisch.

Der erste Tag

Blick ins Ofterschwanger Haus

Ansonsten verflog der erste Tag nat├╝rlich wie in jedem Jahr. St├Ąndig kamen neue Teilnehmer an und selbstverst├Ąndlich gab die f├╝r das LUG Camp ├╝blichen Netzwerk-Probleme. Es scheint wirklich ein Ph├Ąnomen aller LUG Camps zu sein, dass LAN- und Internet-Anbindung nie richtig hinhauen werden. Woran das auch immer liegen mag.

 

Das ist leider auch der Grund daf├╝r, warum OpenRadio nicht auf Sendung gehen konnte und warum Matthias und Jan ziemlich lange Gesichter machten. Die gesamte Studio-Hardware hatten sie wieder einmal von Nord nach S├╝d geschleppt und nun?

 

Naja, es war nicht zu ├Ąndern und an den Organisatoren lag es nicht: Die hatten ihr M├Âglichstes versucht, das alles auf die Reihe zu bekommen...

 

Ausflug

Brauereibesichtigung

Am zweiten Morgen bereiteten wir uns bereits sehr fr├╝h auf den von der Orga vorbereiteten Ausflug vor: Eine Brauerei- und anschliessend eine Sennerei-Besichtigung. Die Brauerei Der Hirschbr├Ąu war nat├╝rlich eine ganze Nummer kleiner als unsere hier in Flensburg, aber auch hier war es interessant. Bier brauen ist eben Bier brauen und vieles von der Besichtigung der Flensburger Brauerei konnte man hier wiederfinden.

Bierpulver?

Als wir w├Ąhrend unseres Durchgangs durch die Brauerei dann mehrere dieser Schilder entdeckten, da kam beim einigen von uns der Verdacht auf, dass im Allg├Ąu Bier aus Bierpulver gemacht w├╝rde und die Sorte sich ├╝ber die Menge des zugesetzten Wassers definieren w├╝rde. Aber dieser Verdacht, dass es im Allg├Ąu "Instant-Bier" g├Ąbe, der konnte gl├╝cklicherweise aber doch ausger├Ąumt werden.

Beim obligatorischen Probieren der verschiedenen Biersorten konnten wir jedoch feststellen, dass es tats├Ąchlich richtiges Bier war und einige der von dieser Brauerei gebrauten Sorten schmeckten richtig lecker. Dann ging es noch in das der Brauerei angeschlossene Restaurant, in dem viele der Teilnehmer zum ersten Mal im Leben die ber├╝hmten bayrischen Weissw├╝rste vorgesetzt bekamen.

Alles K├Ąse...

<link www.bergbauern-sennerei.de _blank>Bergbauern Sennerei</link>

Der zweite Programmpunkt unsere Ausflugs war die Besichtigung der Bergbauern Sennerei. Dort wurden wir vom Chef in die Kunst des K├Ąsemachens eingewiesen. Dieser Typ hatte eine wirklich coole Art und man soll es nicht glauben, aber er parierte schlagfertig s├Ąmtliche Fragen, die so aus unserer Gruppe kamen. Das hat wirklich Spass gemacht, sich von ihm den Laden erkl├Ąren zu lassen....

 

Nat├╝rlich wurde noch, wie bei solchen Besichtigungen ├╝blich, seine Produkte probiert und anschliessend konnten wer wollte im angeschlossenen Laden gleich die verschiedenen K├Ąsesorten einkaufen. Da haben dann einige von uns zugeschlagen und im Bus w├Ąhrend der R├╝ckfahrt k├Ąmpften unsere m├╝hsam erarbeiteten Bierfahnen dann gegen das Aroma der K├Ąselaibe an...

Missgeschicke

Mittlerweile stand es dann auch definitiv fest:

 

Ja, ab und zu kamen wir ins Internet, aber nein, die Verbindung reichte absolut nicht aus, um OpenRadio ins Web zu streamen. Somit konnte die Entscheidung nur sein, dass wir leider doch nicht live vom LUG Camp senden, denn das bisschen Bandbreite wurde dann sinnvollerweise f├╝r die "normale" Anbindung des Camps an die Aussenwelt genutzt.

 

Die Notl├Âsung f├╝r Jan und Matthias sah nun so aus, dass interessante Vortr├Ąge, Interviews und Kommentare aufgezeichnet wurden und das OpenRadio-Team nach dem Camp daraus ein After-LUG Camp-Special erstellen wird.

 

Ansonsten war die Stimmung allerdings wirklich prima, die Besichtigungstouren waren eine runde Sache und auch die von vielen Teilnehmern gemachten Bergtouren haben Spass gemacht.

 

Naja, zwei der Teilnehmer werden das LUG Camp 2006 allerdings zumindest teilweise in unangenehmer Erinnerung behalten: Max aus unserer LUG meinte, mit einem Roller vom Gipfel zum Camp runterzufahren w├Ąre toll, immerhin galt es da einige 100 H├Âhenmeter zu ├╝berwinden und da bekommt so ein Roller eine ganze Menge Speed drauf.

Max (mit Marc) und Fabian vor den Unf├Ąllen
Max nach dem Crash

Dummerweise wird man, wenn es bei der ersten Abfahrt gut l├Ąuft, dann irgendwann leichtsinnig und bei der zweiten rasenden Abfahrt kam es dann, wie es kommen musste: Nat├╝rlich flog er aus der Kurve und riss sich erstmal kr├Ąftig einige Hautpartien auf. Sicherlich schmerzhaft, aber wir sind sicher, dass er es ├╝berleben wird.

 

Einen anderen Teilnehmer, Fabian aus Melsungen, erwischte es deutlich schlimmer: Ohne jedes gr├Âssere Risiko wollte er einfach nur zu Fuss den Berg rauf und wieder runter und genau bei dieser langweiligen T├Ątigkeit passierte es dann: Er knickte mit dem Fuss um.

 

Tja, ein paar Stunden lang lief er durch den Saal, zeigte dem ein oder anderen seinen Fuss und von denen wurde festgestellt, dass der Kn├Âchel immer st├Ąrker anschwoll. Richtig scherzhaft war es auch, dass konnte man Fabian deutlich ansehen.

 

Sicherheitshalber organisierte die Camp-Orga einen Transport ins n├Ąchste Krankenhaus und dort wurde dann tats├Ąchlich ein Bruch im Sprunggelenk diagnostiziert. Sehr ├Ąrgerlich, sehr schmerzhaft und sicherlich keine nette Erinnerung an dieses Camp.

 

Bei "der Zigarette danach", n├Ąmlich als er aus dem Krankenhaus zur├╝ck war, erz├Ąhlte er dann noch ganz locker, dass er eigentlich operiert werden sollte, aber das konnten sie nicht machen, da er vorher bereits die Schmerzen mit einer halben Flasche Vodka bet├Ąubt hatte... :-))

 

Sei's drum... Fabian ist erstmal 6 Wochen krankgeschrieben, aber am LUG Camp nahm er nat├╝rlich weiterhin teil....

 

Unsere Verfolger - holen sie auf?

Samstag war dann schon der dritte Tag des diesj├Ąhrigen Camp und bis auf Max und Fabian hatte es gl├╝cklicherweise keine weiteren Unf├Ąlle gegeben. Das mag auch daran gelegen haben, da├č Christian Haas per Durchsage noch einmal alle Teilnehmer darauf hingewiesen hatte, dass Berge tats├Ąchlich gef├Ąhrlich sein k├Ânnen, erst recht, wenn man als Flachl├Ąnder versucht, da mit Badelatschen oder sowas hochzukraxeln und die Sache nicht richtig ernst nimmt.

 

Ganz nebenbei erkundeten wir nat├╝rlich auch das Umland der LUG Camp-Location und da gab es auch dieses Jahr wieder viel zu entdecken:

 

Da soll ich wirklich hoch?

In unmittelbarer N├Ąhe zum Ofterschwanger Haus befand sich zum Beispiel ein Sessellift, mit dem man innerhalb von 13 Minuten zum Ofterschwanger Horn hinauffahren konnte. Gl├╝cklicherweise spielte das Wetter einigermassen mit und so konnten wir nach anf├Ąnglicher Skepsis und dem ├ťberwinden der teilweise stark ausgepr├Ągten H├Âhenangst nicht nur unsere Verfolger im Sessel hinter uns entdecken, sondern auch einen Blick auf das wirklich sch├Âne Panorama rund um Ofterschwang werfen.

Multimedia-K├╝he

Multimedia-Kuh

Was jedem, der in dieser Gegend nicht zuhause ist, auf Anhieb auff├Ąllt, ist das st├Ąndige Gebimmel, welches eigentlich den ganzen Tag ├╝ber zu h├Âren ist. Anfangs dachten wir noch, ok, hier l├Ąuten die Kirchenglocken ├Âfter als in Flensburg, aber dann sahen wir den eigentlichen Grund daf├╝r:

 

 

Peter mit "seiner" Kuh

Hier im Allg├Ąu gibt es tats├Ąchlich Multimedia-K├╝he, die mit ihren Dolby Surround-Glocken quasi Tag und Nacht das Tal beschallen. Stummel sagte uns, dass es wegen dieser Glocken sogar schon Gerichtsverfahren gegeben habe, weil sich irgendwelche Zugereisten ├╝ber den L├Ąrm beschwert h├Ątten. Aber das Gericht hat entschieden, dass Multimedia-K├╝he in den Bergen zur Tradition geh├Âren und man die einfach hinzunehmen hat.

 

Allerdings glaubte der ein oder andere von uns, nun endlich den wahren Grund f├╝r den Rinderwahnsinn gefunden zu haben, denn irgendwie kann das f├╝r die Viecher ja nicht gesund sein, den ganzen Tag lang dieses Gebimmel direkt an den puscheligen Ohren zu haben...

Samstag, 27. Mai

Nat├╝rlich ging es den ganzen Tage mit den Programmpunkten weiter: Verschiedene Vortr├Ąge fanden statt wie der Einsatz von Opensource-Software in Schulen, Spielen unter Linux, KDE im Kiosk-Modus, usw...

 

Richtig prima war es, dass dieses Jahr wieder eine zentrale B├╝hne f├╝r die Vort├Ąge vorhanden war und auch immer nur ein Vortag zur Zeit lief. In Wuppertal 2005 war das Vortragsprogramm f├╝r unseren Geschmack einfach zu umfangreich gewesen, auch weil man sich durch parallel stattfindende Vortr├Ąge teilweise entscheiden musste, welchen man denn h├Âren wollte.

 

Zus├Ątzlich liefen noch spontane Keysigning-Parties und laufend wurde man gefragt, ob man f├╝r CACert assuren kann. Da konnten auch wir Flensburger nat├╝rlich prima weiterhelfen, denn seit dem LUG Camp 2005 in Wuppertal haben wir ja einige sogenannte "Assurer" f├╝r CACert in unseren Reihen.

Warmes und sonniges Wetter beim Grillen

Dann warteten wir alle gespannt auf das Grillen, das um 17 Uhr losgehen sollte. Die Orga meinte, sie h├Ątte genug Grillgut besorgt, um alle satt zu bekommen. Wir warteten einfach mal ab, was Matthias dazu sagen w├╝rde ;)

 

Und tats├Ąchlich: Selbst Matthias' Hunger konnte Dank des st├Ąndigen Einsatzes der Grillmeister gestillt werden und sein Fleisch-Transfer-Protokoll ftp bestand eindeutig den Praxistest.

 

Kleine Preise, grosse Preise

Irgendwann am Samstagabend war es dann soweit:

 

Christian und Stummel betraten die B├╝hne und es begann die Verlosung der Unmengen Preise, welche von diversen Sponsoren zur Verf├╝gung gestellt worden waren.

 

T-Shirts, Tassen, Software, Notebook-Taschen... Preise ohne Ende....

 

Es war der schiere Wahnsinn, was die Ausrichter da bei den verschiedenen Sponsoren - denen an dieser Stelle auch einmal "Danke" gesagt werden muss - haben locker machen k├Ânnen!

 

Aber die grosse F├╝lle an Preisen war vielen Teilnehmer offensichtlich v├Âllig egal, warteten sie doch eigentlich nur auf eines: Die Verlosung des Hauptpreises. Irgendwie war das grosse Geheimnis des Orga-Teams bereits kurz vor Beginn der Verlosung gel├╝ftet worden und es war durchgesickert, was der Hauptpreis sein sollte:

 

Eine Sun 210 mit passendem Storagesystem mit einem Neuwert von mehreren Tausend Euro...

 

Und wo warteten ca. 150 gespannte und erwartungsvolle Gesichter darauf, dass endlich der Name des gl├╝cklichen Gewinners gezogen wurde...

And the winner is....

<b><font color=blue>Sven Thomsen, Mitglied der LUG Flensburg e.V.</font></b>
Sven noch ganz perplex

So richtig konnte Sven wohl im ersten Moment gar nicht begreifen, was ihm da passiert war, zumindest guckte er leicht fragend.... Auf jeden Fall gab es ein riesen "Hallo", als er dann nach den Fotos f├╝r die Presse von der B├╝hne an unseren Tisch zur├╝ckkam und nat├╝rlich hatte jeder sofort "Super-Ideen", was man denn mit dieser Kiste so anstellen sollte.

 

Gl├╝cklicherweise war unser Mitglied Jens nicht mit uns mit der Bahn sondern mit dem Auto nach Ofterschwang gefahren und er bot Sven sofort an, die Sun mit dem Auto nach Flensburg zu transportieren. Das w├Ąre mit der Bahn auch "etwas" schwer geworden...

 

Dar├╝berhinaus hat Jens angeboten, beim auf das Camp folgenden LEA mal zu demonstrieren, was mit solch einer Maschine alles machbar ist; Griffin arbeitet ja beruflich mit den Dingern und das wird dann sicherlich ein interessanter Abend werden.

Sonntag, 4. Tag

Marc nach anstrengender Nacht

Am Sonntag merkte man dem ein oder anderen dann doch an, dass solch ein LUG Camp Spuren hinterl├Ąsst. Vortr├Ąge und Workshops rund um die Uhr sowie Impro-Vort├Ąge von 3 bis 6 Uhr in der Fr├╝h, die gehen an die Substanz und irgendwann fordert der K├Ârper dann einfach sein Recht.

Was f├╝r eine Br├╝he...

Da half dann auch der Kaffee nicht, dem man leider st├Ąndig anmerkte, dass er vermutlich von reinen Tee-Trinkern gemixt wurde. Mal konnte man den Boden der Tasse sehen, mal bekam man nicht einmal einen L├Âffel reingesteckt, so stark und bitter war er.

R├╝ckreise

Leider wurde es auch f├╝r uns dann wieder Zeit, uns auf die R├╝ckreise zu machen. Um 12:30 Uhr sollte unser Zug in Sonthofen losfahren und rechtzeitig k├╝mmerte sich Thomas Deutsch vom Orga-Team darum, da├č ausreichend Autos zur Verf├╝gung standen, die uns und unser reichlich vorhandenes Gep├Ąck zum Bahnhof fuhren. Nat├╝rlich erst, nachdem wir uns von den ganzen anderen Chaoten verabschiedet hatten.

Und nat├╝rlich wurden auch noch verschiedene Erinnerungsfotos gemacht. Wer weiss, wann man sich wieder trifft oder wieder einmal in die Berge kommt.

Jokey mit Erinnerungsfotos
Peter v├Âllig erledigt

Sp├Ątestens als wir alle im Zug sassen, von den letzten Ereignissen berichtet hatten und so langsam zur Ruhe kamen, da merkte man, dass auch das LUG Camp 2006 nicht nur ein tolles Event, sondern auch ein anstrengendes gewesen war. Man sah den ein oder anderen Kopf zur Seite und die dazugeh├Ârenden Augen zu fallen.

 

Und Frank's Schnarchen hielt zwischen M├╝nchen und Hamburg eigentlich den ganzen Grossraumwagen des ICE wach und sorgte bei denjenigen von uns, die wachgeblieben waren, f├╝r reichlich Gel├Ąchter. Die Gesichter und Bemerkungen der anderen Mitreisenden liessen aber darauf schliessen, dass man so etwas in der ersten Klasse wohl nicht gewohnt war...

Richtig erledigt waren aber offensichtlich haupts├Ąchlich Marc und Simon.

Marc und "Frau von heute"

 

 

 

Marc schnappte sich eine im Zug liegende Frauenzeitschrift und als wir ihn dann beim Studium der "Frau von heute" erwischten, da war das Gel├Ąchter und Gestichel beim Rest der Bande nat├╝rlich gross.

 

Simon lernt (?)

 

 

Tja, aber der Fertigste von allen war Simon. Der stand so sehr neben sich, dass er gar nicht schlafen konnte. Er schnappte sich tats├Ąchlich pl├Âtzlich seine Schulunterlagen und begann, f├╝r eine Mathearbeit zu b├╝ffeln. Ob da wirklich etwas h├Ąngen geblieben ist? Vielleicht verr├Ąt er es uns ja irgendwann...

Hamburg am Abend...

V├Âllig Bahn-untypisch kamen wir dann am Sonntagabend tats├Ąchlich p├╝nktlich in Hamburg an, nur um da dann aber zu erfahren, dass unser Anschlusszug nicht so schnell losfahren w├╝rde.

 

"Eigentlich" und planm├Ąssig h├Ątten wir am Hamburger Hauptbahnhof 20 Minuten Aufenthalt gehabt, was soeben gereicht h├Ątte, um schnell mal die dortigen McDonalds- oder Burger King-Filialen zu ├╝berfallen, aber ein Blick auf die gro├če Anzeige sagte uns, dass der Eurocity ca. 45 Minuten Versp├Ątung haben sollte.

Okay, was will man machen? Wir sind ├Ąhnliches ja schon gewohnt und daher nutzten wir die Zeit, um uns erst einmal richtig zu verpflegen. Und ganz nebenbei lernten wir noch Bernhard Kliemchen, den 1. Vorsitzenden der LUG Norderstedt e.V. kennen, der sein Vereinsmitglied Benny, der mit uns zusammen beim LUG Camp war, vom Bahnhof abholte. Prima Service!

Nun denn, da hatten wir uns also gerade ├╝ber ganzen Hauptbahnhof verteilt, kauten auf Burgern 'rum oder verspeisten chinesische Nudeln, als unsere "Gep├Ąckwache" pl├Âtzlich die (sehr schlecht zu verstehende!) Durchsage h├Ârte, dass unser Zug doch schon eher kommen w├╝rde!

 

Jetzt wurde es richtig hektisch und wir mussten uns ganz sch├Ân anstrengen, s├Ąmtliche Mitglieder unserer Reisegruppe wieder "einzufangen" und das ganze Gep├Ąck zum richtigen Bahnsteig zu bringen. Einer von uns, dessen Namen nicht genannt werden soll, musste sogar direkt vom Klo geholt werden, wo er es sich gerade "gem├╝tlich" gemacht hatte, was im Nachhinein nat├╝rlich f├╝r schallendes Gel├Ąchter sorgte.

 

Jedenfalls erwischten wir alle den Zug und dann ging es endlich weiter und als wir endlich in Flensburg ankamen, da hatten wir noch ca. 45 Minuten Versp├Ątung. Leider zuwenig, um die Erstattung von 30% des Fahrpreises zu bekommen, daf├╝r h├Ątten es dann mindestens 60 Minuten sein m├╝ssen.

<b>Fazit</b>

Die Mitglieder der LUG Flensburg e.V. beim LUG Camp 2006

Was soll man nun zusammenfassend schreiben?

 

Das ist so schwierig, weil es auch dieses Jahr so viele neue Eindr├╝cke waren, die man gewonnen hat, andererseits ist es eigentlich ganz einfach:

 

Das LUG Camp war auch 2006 wieder einmal eine richtig tolle Geschichte und alle, die dabei waren, werden dies sicherlich best├Ątigen. Und wie in jedem Jahr stellen wir fest, dass wir beim n├Ąchsten LUG Camp, welches entweder in der Schweiz oder in M├╝nchen/Freising stattfinden wird, mit Sicherheit wieder dabei sein werden.

Die Teilnehmer des LUG Camp 2006 in Ofterschwang