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LUG Camp 2006 - Ofterschwang, 25.-28. Mai 2006

 

Vaddertach? Himmelfahrt? Rum Regatta? Nix da! Dieses Wochenende ist für uns traditionell "LUG Camp-Time"! Und nichts anderes!

 

So viele Mitglieder unserer LUG wie in diesem Jahr wollten noch nie am LUG Camp teilnehmen. Das liegt sicherlich mit daran, dass die Ausrichtung unserer "eigenen" LUG Camps allen sehr viel Spass gemacht hat und dass die Erzählungen und Geschichten, Märchen und Mythen, die sich um die anderen LUG Camps ranken, irgendwann einfach jeden Linux-Fan dazu bringen, an dieser Veranstaltung teilzunehmen, egal wo sie stattfindet.

 

LUG Camp, das ist und bleibt etwas Besonderes:

 

Organisation? Meistens chaotisch, aber trotzdem sind spätetens nach dem Camp alle zufrieden und glücklich

 

Es gibt wohl kein Camp, bei dem nicht irgendetwas schief geht. Dieses Mal platzte Anfang 2006 den ausrichtenden LUGs die Location weg. Alles war eigentlich klar und plötzlich standen die Veranstalter ohne Location da. Das ist natürlich das Schlimmste, was einem Orga-Team passieren kann, aber glücklicherweise hatte die Truppe das rechtzeitig wieder hinbekommen und eine Ausweich-Location gefunden, so dass dem Gelingen des LUG Camp 2006 zumindest aus dieser Sicht nichts mehr im Wege stand...

 

Festes Programm? Ja, nee, is klar!

 

Im Ernst: Ein Programm gibt es immer, aber wie sehr daran festgehalten wird, dass hängt doch immer von den Teilnehmern ab. Bisher war es häufig so, dass die spontanen Vorträge, z.B. zu Multimedia unter Linux nachts um halb 4 mit die besten waren. Womit die fest eingeplanten Programmpunkte auf keinen Fall herabgewürdigt werden sollen, denn da gab es auch einige wirklich interessante:

 

So wurde u.a. vorgetragen, was CACert bezwecken soll und wie man dieses Projekt unterstützen kann, wie man mit VDR unter Linux Videoaufnahmen machen kann oder auch was hinter der Zertifizierung durch LPI steckt und wie die LPI-Prüfungen ablaufen, die auch in diesem Jahr wieder zu vergünstigten Konditionen angeboten wurden. Auch der Einsatz von Open Source Software in der Schule, der Versuch, die original Software auf Motorola's Linux-Smartphones durch OpenEZX zu ersetzen oder auch die Einweisung in dem Umgang mit dem CMS-System Typo3 fanden reichlich Zuhörer.

 

Was es sonst noch Allgemeines zum Camp zu sagen gibt erfahrt ihr unter www.lug-camp.org und im LUG Camp HowTo.

 

Ansonsten möchten wir an dieser Stelle natürlich wie in jedem Jahr unsere ganz persönlichen und subjektiven Eindrücke vom LUG Camp schildern und das werden wir auch machen...


Unternehmen Zukunft - die Bahn

Eines war ja jedem, der die LUG Flensburg kennt, klar:

 

Auch in diesem Jahr sollten wir wieder unseren Spass (?) mit der Deutschen Bahn haben:

 

Ende Januar 2006, nachdem wir beschlossen hatten, gemeinsam mit der Bahn nach Ofterschwang zu fahren, da hatten wir uns im Internet gleich schlau gemacht:

 

"Wenn Sie mindestens 14 Tage im voraus buchen und sich auf bestimmte Züge festlegen, dann gibt es den Tarif 'Gruppe&Spar 70' - da zahlen Sie nur 30% des Normalpreises!"

 

Hörte sich richtig prima an....

 

...hatte aber natürlich einen Haken:

 

Im "Reisezentrum" in Flensburg zog man uns diesen Zahn nämlich sofort: Nein, für soviele Teilnehmer gibt es das nicht, diese Tarife sind kontingentiert, das könnte man mit Ryan-Air und Co. vergleichen...

 

Na toll, welche Alternative gibt es denn?

 

Auskunft der Deutschen Bahn: Gruppe&Spar 50 geht, aber da können wir jetzt noch nicht die Plätze reservieren, Reservierungen können frühestens 3 Monate vor dem Reisetermin vorgenommen werden..

 

Schon wieder prima! Na gut, dann also später noch einmal zum Bahnhof...

 

Das machten wir dann am 3. März, womit wir innerhalb der genannten Frist liegen sollten. Lagen wir auch, jedoch gab es dummerweise jetzt auch für den Tarif Gruppe&Spar 50 nicht mehr genügend freie Plätze für uns! Da hat es uns fast vom Sessel gehauen; erst kann man nicht, weil noch nicht buch- bzw. reservierbar, dann, wenn die Fristen eingehalten werden können, dann gibt es den Tarif nicht mehr, weil der schon ausgebucht sein soll!?

 

Unsere Anfrage an die Zentrale der Deutschen Bahn ergab dann, dass man "aus Gründen der Wirtschaftlichkeit derartige Angebote eng begrenzen" müsste, dass wir aber unter einer 01805 Rufnummer gerne anrufen könnten.

 

Prima, anrufen, noch mehr Kosten und trotzdem keinen besseren Preis!? Nein danke!

 

Was blieb uns anderes übrig? Wir wollten zum Camp, also mussten wir in den sauren Apfel beissen und die 3472,- Euro teuren Tickets bezahlen. Aber eines steht fest: Wenn es irgendeine sinnvolle und bezahlbare Alternative zur Bahn geben würde, dann könnte das sogenannte "Unternehmen Zukunft" uns kräftig am <zensiert>...

 


20/05 2006

Der Countdown lief...

...und dann waren es nur noch 5 Tage, bis wir endlich unterwegs wären Richtung LUG Camp.

 

Beim ein oder anderen stieg das Reisefieber, auch deshalb, weil wir nicht sicher sein konnten, rechtzeitig und unversehrt in Sonthofen anzukommen. Wie zuvor schon geschrieben: Wir fuhren immerhin mit der Deutschen Bahn und nach unseren bisherigen Erfahrungen kann da halt vieles passieren...

 

Nichts desto trotz freuten wir uns alle darüber, dass das lange Jahr seit dem letzten Camp in Wuppertal rum ist und wir unsere Mitstreiter der vorhergehenden LUG Camps endlich wiedertreffen würden.

 

In Wuppertal wurde beschlossen, dass die LUG Vorarlberg das LUG Camp 2006 ausrichten sollte. Aus welchen Gründen auch immer, das hat sich irgendwann zerschlagen und nun stellte eine gemeinsames Team der LUG Allgäu, der LUG Bern, der LUG Switzerland sowie der LUG Kreuzlingen das diesjährige Camp auf die Beine.

 

 


Die Anreise



Treffpunkt Bahnhof

Mittwochabend um 22 Uhr trafen wir uns am Flensburger Bahnhof, um mit 21 Teilnehmern zum diesjährigen LUG Camp nach Ofterschwang zu fahren. Alle waren überpünktlich da, um 22:15 wollten wir uns treffen, um 22 Uhr waren bereits alle dar.

 

Kein Wunder, waren wir doch alle aufgeregt, weil es endlich wieder losging. Der Großteil unserer Reisegruppe hatte ja bereits LUG Camp-Erfahrung, diejenigen, die noch keine hatten, waren durch die Erzählungen der anderen aber mindestens genauso heiß drauf, diese Erfahrung endlich selbst zu machen.


Pünktlichkeit ist eine Zier....


Ok, die Uhr näherte sich der geplanten Abfahrtszeit um 22:31 Uhr als - für den gewöhnlichen Flensburger LUG Camper schon altbekannt - die Durchsage kam, dass sich der Eurocity aus Kopenhagen ca. 15-20 Minuten verspäten würde. Lautes Gelächter hallte über den Bahnsteig, wie gesagt, wir kennen ja die Bahn. Es wurde aber noch besser, denn irgendwann hiess es plötzlich, dass die Abfahrt sich um ca. 1 Stunde verzögern würde.

 

"Unternehmen Zukunft", das ist die Deutsche Bahn... Wir sahen unseren Anschlusszug in München schon davonfahren, aber als es dann gegen 23:40 Uhr mit mehr als einstündiger Verspätung endlich losging, wurden wir von "erfahrenen Mitreisenden" darüber informiert, daß eine Stunde Verspätung für einen Nachtzug kein Problem wären. Diese Zeit würde er bis München locker wieder aufholen.

 

Und überraschenderweise war das dann tatschlich so: pünktlich kamen wir in München an, erreichten unseren Anschlusszug und kamen tatsächlich wie geplant in Sonthofen an.

 

Dort erwartete uns bereits der prima Shuttle-Service, der uns vom Bahnhof zum LUG Camp in das nochmal einige Kilometer entfernte Ofterschwang brachte.


26/05 2006

LUG Camp 2006 gestartet

Dann war es also endlich soweit:

 

Das LUG Camp 2006 hatte begonnen und über 150 LUG Camper überfielen das kleine Bergdorf Ofterschwang. Natürlich war das "Hallo" sehr gross, als man altbekannte Mitstreiter oder besser Mitcamper wiedertraf.

 

Und natürlich wurde zuerst einmal nachgesehen, ob die Camp-Ausrichter von 2005, die WupLUG, daran gedacht hatte, den LUG Camp Cup mitzubringen. Das hatte sie glücklicherweise und stolz präsentierte sie den Pokal, den sie ein Jahr lang ihr eigen nennen durfte, ein letztes Mal auf ihrem Tisch.


Der erste Tag



Blick ins Ofterschwanger Haus

Ansonsten verflog der erste Tag natürlich wie in jedem Jahr. Ständig kamen neue Teilnehmer an und selbstverständlich gab die für das LUG Camp üblichen Netzwerk-Probleme. Es scheint wirklich ein Phänomen aller LUG Camps zu sein, dass LAN- und Internet-Anbindung nie richtig hinhauen werden. Woran das auch immer liegen mag.

 

Das ist leider auch der Grund dafür, warum OpenRadio nicht auf Sendung gehen konnte und warum Matthias und Jan ziemlich lange Gesichter machten. Die gesamte Studio-Hardware hatten sie wieder einmal von Nord nach Süd geschleppt und nun?

 

Naja, es war nicht zu ändern und an den Organisatoren lag es nicht: Die hatten ihr Möglichstes versucht, das alles auf die Reihe zu bekommen...

 


Ausflug



Brauereibesichtigung

Am zweiten Morgen bereiteten wir uns bereits sehr früh auf den von der Orga vorbereiteten Ausflug vor: Eine Brauerei- und anschliessend eine Sennerei-Besichtigung. Die Brauerei Der Hirschbräu war natürlich eine ganze Nummer kleiner als unsere hier in Flensburg, aber auch hier war es interessant. Bier brauen ist eben Bier brauen und vieles von der Besichtigung der Flensburger Brauerei konnte man hier wiederfinden.




Bierpulver?

Als wir während unseres Durchgangs durch die Brauerei dann mehrere dieser Schilder entdeckten, da kam beim einigen von uns der Verdacht auf, dass im Allgäu Bier aus Bierpulver gemacht würde und die Sorte sich über die Menge des zugesetzten Wassers definieren würde. Aber dieser Verdacht, dass es im Allgäu "Instant-Bier" gäbe, der konnte glücklicherweise aber doch ausgeräumt werden.


Beim obligatorischen Probieren der verschiedenen Biersorten konnten wir jedoch feststellen, dass es tatsächlich richtiges Bier war und einige der von dieser Brauerei gebrauten Sorten schmeckten richtig lecker. Dann ging es noch in das der Brauerei angeschlossene Restaurant, in dem viele der Teilnehmer zum ersten Mal im Leben die berühmten bayrischen Weisswürste vorgesetzt bekamen.


Alles Käse...




Der zweite Programmpunkt unsere Ausflugs war die Besichtigung der Bergbauern Sennerei. Dort wurden wir vom Chef in die Kunst des Käsemachens eingewiesen. Dieser Typ hatte eine wirklich coole Art und man soll es nicht glauben, aber er parierte schlagfertig sämtliche Fragen, die so aus unserer Gruppe kamen. Das hat wirklich Spass gemacht, sich von ihm den Laden erklären zu lassen....

 

Natürlich wurde noch, wie bei solchen Besichtigungen üblich, seine Produkte probiert und anschliessend konnten wer wollte im angeschlossenen Laden gleich die verschiedenen Käsesorten einkaufen. Da haben dann einige von uns zugeschlagen und im Bus während der Rückfahrt kämpften unsere mühsam erarbeiteten Bierfahnen dann gegen das Aroma der Käselaibe an...


Missgeschicke

Mittlerweile stand es dann auch definitiv fest:

 

Ja, ab und zu kamen wir ins Internet, aber nein, die Verbindung reichte absolut nicht aus, um OpenRadio ins Web zu streamen. Somit konnte die Entscheidung nur sein, dass wir leider doch nicht live vom LUG Camp senden, denn das bisschen Bandbreite wurde dann sinnvollerweise für die "normale" Anbindung des Camps an die Aussenwelt genutzt.

 

Die Notlösung für Jan und Matthias sah nun so aus, dass interessante Vorträge, Interviews und Kommentare aufgezeichnet wurden und das OpenRadio-Team nach dem Camp daraus ein After-LUG Camp-Special erstellen wird.

 

Ansonsten war die Stimmung allerdings wirklich prima, die Besichtigungstouren waren eine runde Sache und auch die von vielen Teilnehmern gemachten Bergtouren haben Spass gemacht.

 

Naja, zwei der Teilnehmer werden das LUG Camp 2006 allerdings zumindest teilweise in unangenehmer Erinnerung behalten: Max aus unserer LUG meinte, mit einem Roller vom Gipfel zum Camp runterzufahren wäre toll, immerhin galt es da einige 100 Höhenmeter zu überwinden und da bekommt so ein Roller eine ganze Menge Speed drauf.






Max (mit Marc) und Fabian vor den Unfällen




Max nach dem Crash

Dummerweise wird man, wenn es bei der ersten Abfahrt gut läuft, dann irgendwann leichtsinnig und bei der zweiten rasenden Abfahrt kam es dann, wie es kommen musste: Natürlich flog er aus der Kurve und riss sich erstmal kräftig einige Hautpartien auf. Sicherlich schmerzhaft, aber wir sind sicher, dass er es überleben wird.

 

Einen anderen Teilnehmer, Fabian aus Melsungen, erwischte es deutlich schlimmer: Ohne jedes grössere Risiko wollte er einfach nur zu Fuss den Berg rauf und wieder runter und genau bei dieser langweiligen Tätigkeit passierte es dann: Er knickte mit dem Fuss um.

 

Tja, ein paar Stunden lang lief er durch den Saal, zeigte dem ein oder anderen seinen Fuss und von denen wurde festgestellt, dass der Knöchel immer stärker anschwoll. Richtig scherzhaft war es auch, dass konnte man Fabian deutlich ansehen.

 

Sicherheitshalber organisierte die Camp-Orga einen Transport ins nächste Krankenhaus und dort wurde dann tatsächlich ein Bruch im Sprunggelenk diagnostiziert. Sehr ärgerlich, sehr schmerzhaft und sicherlich keine nette Erinnerung an dieses Camp.

 

Bei "der Zigarette danach", nämlich als er aus dem Krankenhaus zurück war, erzählte er dann noch ganz locker, dass er eigentlich operiert werden sollte, aber das konnten sie nicht machen, da er vorher bereits die Schmerzen mit einer halben Flasche Vodka betäubt hatte... :-))

 

Sei's drum... Fabian ist erstmal 6 Wochen krankgeschrieben, aber am LUG Camp nahm er natürlich weiterhin teil....

 




Unsere Verfolger - holen sie auf?

Samstag war dann schon der dritte Tag des diesjährigen Camp und bis auf Max und Fabian hatte es glücklicherweise keine weiteren Unfälle gegeben. Das mag auch daran gelegen haben, daß Christian Haas per Durchsage noch einmal alle Teilnehmer darauf hingewiesen hatte, dass Berge tatsächlich gefährlich sein können, erst recht, wenn man als Flachländer versucht, da mit Badelatschen oder sowas hochzukraxeln und die Sache nicht richtig ernst nimmt.

 

Ganz nebenbei erkundeten wir natürlich auch das Umland der LUG Camp-Location und da gab es auch dieses Jahr wieder viel zu entdecken:

 




Da soll ich wirklich hoch?

In unmittelbarer Nähe zum Ofterschwanger Haus befand sich zum Beispiel ein Sessellift, mit dem man innerhalb von 13 Minuten zum Ofterschwanger Horn hinauffahren konnte. Glücklicherweise spielte das Wetter einigermassen mit und so konnten wir nach anfänglicher Skepsis und dem Überwinden der teilweise stark ausgeprägten Höhenangst nicht nur unsere Verfolger im Sessel hinter uns entdecken, sondern auch einen Blick auf das wirklich schöne Panorama rund um Ofterschwang werfen.


Multimedia-Kühe



Multimedia-Kuh

Was jedem, der in dieser Gegend nicht zuhause ist, auf Anhieb auffällt, ist das ständige Gebimmel, welches eigentlich den ganzen Tag über zu hören ist. Anfangs dachten wir noch, ok, hier läuten die Kirchenglocken öfter als in Flensburg, aber dann sahen wir den eigentlichen Grund dafür:

 

 




Peter mit "seiner" Kuh

Hier im Allgäu gibt es tatsächlich Multimedia-Kühe, die mit ihren Dolby Surround-Glocken quasi Tag und Nacht das Tal beschallen. Stummel sagte uns, dass es wegen dieser Glocken sogar schon Gerichtsverfahren gegeben habe, weil sich irgendwelche Zugereisten über den Lärm beschwert hätten. Aber das Gericht hat entschieden, dass Multimedia-Kühe in den Bergen zur Tradition gehören und man die einfach hinzunehmen hat.

 

Allerdings glaubte der ein oder andere von uns, nun endlich den wahren Grund für den Rinderwahnsinn gefunden zu haben, denn irgendwie kann das für die Viecher ja nicht gesund sein, den ganzen Tag lang dieses Gebimmel direkt an den puscheligen Ohren zu haben...


Samstag, 27. Mai

Natürlich ging es den ganzen Tage mit den Programmpunkten weiter: Verschiedene Vorträge fanden statt wie der Einsatz von Opensource-Software in Schulen, Spielen unter Linux, KDE im Kiosk-Modus, usw...

 

Richtig prima war es, dass dieses Jahr wieder eine zentrale Bühne für die Vortäge vorhanden war und auch immer nur ein Vortag zur Zeit lief. In Wuppertal 2005 war das Vortragsprogramm für unseren Geschmack einfach zu umfangreich gewesen, auch weil man sich durch parallel stattfindende Vorträge teilweise entscheiden musste, welchen man denn hören wollte.

 

Zusätzlich liefen noch spontane Keysigning-Parties und laufend wurde man gefragt, ob man für CACert assuren kann. Da konnten auch wir Flensburger natürlich prima weiterhelfen, denn seit dem LUG Camp 2005 in Wuppertal haben wir ja einige sogenannte "Assurer" für CACert in unseren Reihen.





Warmes und sonniges Wetter beim Grillen


Dann warteten wir alle gespannt auf das Grillen, das um 17 Uhr losgehen sollte. Die Orga meinte, sie hätte genug Grillgut besorgt, um alle satt zu bekommen. Wir warteten einfach mal ab, was Matthias dazu sagen würde ;)

 

Und tatsächlich: Selbst Matthias' Hunger konnte Dank des ständigen Einsatzes der Grillmeister gestillt werden und sein Fleisch-Transfer-Protokoll ftp bestand eindeutig den Praxistest.

 


Kleine Preise, grosse Preise

Irgendwann am Samstagabend war es dann soweit:

 

Christian und Stummel betraten die Bühne und es begann die Verlosung der Unmengen Preise, welche von diversen Sponsoren zur Verfügung gestellt worden waren.

 

T-Shirts, Tassen, Software, Notebook-Taschen... Preise ohne Ende....

 

Es war der schiere Wahnsinn, was die Ausrichter da bei den verschiedenen Sponsoren - denen an dieser Stelle auch einmal "Danke" gesagt werden muss - haben locker machen können!

 

Aber die grosse Fülle an Preisen war vielen Teilnehmer offensichtlich völlig egal, warteten sie doch eigentlich nur auf eines: Die Verlosung des Hauptpreises. Irgendwie war das grosse Geheimnis des Orga-Teams bereits kurz vor Beginn der Verlosung gelüftet worden und es war durchgesickert, was der Hauptpreis sein sollte:

 

Eine Sun 210 mit passendem Storagesystem mit einem Neuwert von mehreren Tausend Euro...

 

Und wo warteten ca. 150 gespannte und erwartungsvolle Gesichter darauf, dass endlich der Name des glücklichen Gewinners gezogen wurde...


And the winner is....



Sven Thomsen, Mitglied der LUG Flensburg e.V.





Sven noch ganz perplex

So richtig konnte Sven wohl im ersten Moment gar nicht begreifen, was ihm da passiert war, zumindest guckte er leicht fragend.... Auf jeden Fall gab es ein riesen "Hallo", als er dann nach den Fotos für die Presse von der Bühne an unseren Tisch zurückkam und natürlich hatte jeder sofort "Super-Ideen", was man denn mit dieser Kiste so anstellen sollte.

 

Glücklicherweise war unser Mitglied Jens nicht mit uns mit der Bahn sondern mit dem Auto nach Ofterschwang gefahren und er bot Sven sofort an, die Sun mit dem Auto nach Flensburg zu transportieren. Das wäre mit der Bahn auch "etwas" schwer geworden...

 

Darüberhinaus hat Jens angeboten, beim auf das Camp folgenden LEA mal zu demonstrieren, was mit solch einer Maschine alles machbar ist; Griffin arbeitet ja beruflich mit den Dingern und das wird dann sicherlich ein interessanter Abend werden.


Sonntag, 4. Tag



Marc nach anstrengender Nacht

Am Sonntag merkte man dem ein oder anderen dann doch an, dass solch ein LUG Camp Spuren hinterlässt. Vorträge und Workshops rund um die Uhr sowie Impro-Vortäge von 3 bis 6 Uhr in der Früh, die gehen an die Substanz und irgendwann fordert der Körper dann einfach sein Recht.




Was für eine Brühe...

Da half dann auch der Kaffee nicht, dem man leider ständig anmerkte, dass er vermutlich von reinen Tee-Trinkern gemixt wurde. Mal konnte man den Boden der Tasse sehen, mal bekam man nicht einmal einen Löffel reingesteckt, so stark und bitter war er.


Rückreise

Leider wurde es auch für uns dann wieder Zeit, uns auf die Rückreise zu machen. Um 12:30 Uhr sollte unser Zug in Sonthofen losfahren und rechtzeitig kümmerte sich Thomas Deutsch vom Orga-Team darum, daß ausreichend Autos zur Verfügung standen, die uns und unser reichlich vorhandenes Gepäck zum Bahnhof fuhren. Natürlich erst, nachdem wir uns von den ganzen anderen Chaoten verabschiedet hatten.


Und natürlich wurden auch noch verschiedene Erinnerungsfotos gemacht. Wer weiss, wann man sich wieder trifft oder wieder einmal in die Berge kommt.





Jokey mit Erinnerungsfotos




Peter völlig erledigt

Spätestens als wir alle im Zug sassen, von den letzten Ereignissen berichtet hatten und so langsam zur Ruhe kamen, da merkte man, dass auch das LUG Camp 2006 nicht nur ein tolles Event, sondern auch ein anstrengendes gewesen war. Man sah den ein oder anderen Kopf zur Seite und die dazugehörenden Augen zu fallen.

 

Und Frank's Schnarchen hielt zwischen München und Hamburg eigentlich den ganzen Grossraumwagen des ICE wach und sorgte bei denjenigen von uns, die wachgeblieben waren, für reichlich Gelächter. Die Gesichter und Bemerkungen der anderen Mitreisenden liessen aber darauf schliessen, dass man so etwas in der ersten Klasse wohl nicht gewohnt war...


Richtig erledigt waren aber offensichtlich hauptsächlich Marc und Simon.




Marc und "Frau von heute"

 

 

 

Marc schnappte sich eine im Zug liegende Frauenzeitschrift und als wir ihn dann beim Studium der "Frau von heute" erwischten, da war das Gelächter und Gestichel beim Rest der Bande natürlich gross.

 




Simon lernt (?)

 

 

Tja, aber der Fertigste von allen war Simon. Der stand so sehr neben sich, dass er gar nicht schlafen konnte. Er schnappte sich tatsächlich plötzlich seine Schulunterlagen und begann, für eine Mathearbeit zu büffeln. Ob da wirklich etwas hängen geblieben ist? Vielleicht verrät er es uns ja irgendwann...


Hamburg am Abend...

Völlig Bahn-untypisch kamen wir dann am Sonntagabend tatsächlich pünktlich in Hamburg an, nur um da dann aber zu erfahren, dass unser Anschlusszug nicht so schnell losfahren würde.

 

"Eigentlich" und planmässig hätten wir am Hamburger Hauptbahnhof 20 Minuten Aufenthalt gehabt, was soeben gereicht hätte, um schnell mal die dortigen McDonalds- oder Burger King-Filialen zu überfallen, aber ein Blick auf die große Anzeige sagte uns, dass der Eurocity ca. 45 Minuten Verspätung haben sollte.


Okay, was will man machen? Wir sind ähnliches ja schon gewohnt und daher nutzten wir die Zeit, um uns erst einmal richtig zu verpflegen. Und ganz nebenbei lernten wir noch Bernhard Kliemchen, den 1. Vorsitzenden der LUG Norderstedt e.V. kennen, der sein Vereinsmitglied Benny, der mit uns zusammen beim LUG Camp war, vom Bahnhof abholte. Prima Service!


Nun denn, da hatten wir uns also gerade über ganzen Hauptbahnhof verteilt, kauten auf Burgern 'rum oder verspeisten chinesische Nudeln, als unsere "Gepäckwache" plötzlich die (sehr schlecht zu verstehende!) Durchsage hörte, dass unser Zug doch schon eher kommen würde!

 

Jetzt wurde es richtig hektisch und wir mussten uns ganz schön anstrengen, sämtliche Mitglieder unserer Reisegruppe wieder "einzufangen" und das ganze Gepäck zum richtigen Bahnsteig zu bringen. Einer von uns, dessen Namen nicht genannt werden soll, musste sogar direkt vom Klo geholt werden, wo er es sich gerade "gemütlich" gemacht hatte, was im Nachhinein natürlich für schallendes Gelächter sorgte.

 

Jedenfalls erwischten wir alle den Zug und dann ging es endlich weiter und als wir endlich in Flensburg ankamen, da hatten wir noch ca. 45 Minuten Verspätung. Leider zuwenig, um die Erstattung von 30% des Fahrpreises zu bekommen, dafür hätten es dann mindestens 60 Minuten sein müssen.


Fazit



Die Mitglieder der LUG Flensburg e.V. beim LUG Camp 2006


Was soll man nun zusammenfassend schreiben?

 

Das ist so schwierig, weil es auch dieses Jahr so viele neue Eindrücke waren, die man gewonnen hat, andererseits ist es eigentlich ganz einfach:

 

Das LUG Camp war auch 2006 wieder einmal eine richtig tolle Geschichte und alle, die dabei waren, werden dies sicherlich bestätigen. Und wie in jedem Jahr stellen wir fest, dass wir beim nächsten LUG Camp, welches entweder in der Schweiz oder in München/Freising stattfinden wird, mit Sicherheit wieder dabei sein werden.


Die Teilnehmer des LUG Camp 2006 in Ofterschwang