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... und sie taten es wieder.

Nach einem bombastischen Camp im Jahre 2002 hat es das LUG Camp 2004 wieder in den Norden verschlagen.


Vom 20. bis 23 Mai fand ganz oben, im stürmischen Norden in Flensburg das LUG Camp 2004 statt. 124 Teilnehmer aus Deutschland, Dänemark und der Schweiz hatten sich versammelt, um sich 4 Tage lang mit Vorträgen und Workshops rund um Linux, mit Spaß und Spiel und einem kleinen Rahmenprogramm zu amüsieren.


Die LUG Flensburg e.V., die das Camp nach 2002 nun zum zweiten Mal ausrichtete, hatte wieder eine ehemalige Tennishalle angemietet, die allen Teilnehmern und natürlich ihren PC's, Notebooks und Servern eine Menge Platz bot.



Das Flensburger Camp lebt dabei schon jetzt von seinen Traditionen: Neben der berühmt-berüchtigten „Grill-Flatrate“ gab es natürlich auch die hier oben scheinbar üblichen kleinen Aussetzer in der Strom­ver­sorg­ung, bei denen niemand sagen konnte, was sie denn überhaupt verursacht hat. Wie schön, dass es Journaling Filesysteme gibt; somit konnten diese Stromausfälle keine grösseren Schaden als einem leichten Kratzen in den Stimmbändern vom lauten Aufschrei verursachen.


Diejenigen Teilnehmer, die bereits am Mittwoch angekommen waren, durften dann der LUG Flensburg beim Aufbau helfen, der grosse Rest reiste aber wie geplant am Donnerstag an. Selbstverständlich wurde bereits am Mittwoch nach Grillfleisch geschrieben, aber tapfer verteidigten die Flensburger die Fleischbestände, damit am Donnerstag wirklich jeder etwas abgekommen konnte!


Das einigen die Teilnahme am LUG Camp wirklich wichtig ist, wurde u.a. dadurch bewiesen, dass einer erst am Samstag vormittag in Flensburg eintrudelte. Er hatte vorher noch arbeiten müssen, wollte das Camp aber auf keinen Fall verpassen, auch wenn es für ihn dann nur noch einen Tag dauerte!



Natürlich gab es auch wieder ein umfangreiches Programm: Stefan Nickl erzählte Einiges zu Linux auf Motorola's MPC 8540, Marek Walther führte einen Workshop zu regulären Ausdrücken durch, der von vielen Teilnehmern angenommen wurde. Sven Herzberg war am Freitag extra aus Hamburg angereist, um den Camp-Teilnehmern einen Blick hinter die Kulissen des GNOME-Projektes zu bieten. Am Samstag kamen dann noch Hauke Habermann und Daniel Kasten nach Flensburg, um das Softwareverteilungssystem m23 vorzustellen. Aber nicht nur das: Direkt im Anschluss führte Hauke dann noch eine Lesung zu BAfH, dem Bastard Assistant from Hell, durch, was bei vielen Zuhörern wirklich gut ankam. Am späten Samstagabend führten Jan Boysen und Matthias Nagel dann noch vor, was man mit der 3D Modelling Software Blender so anstellen kann.


Ganz nebenbei fand an Nick Sutterer's Platz dann auch noch ein sponataner Karaoke-Wettbewerb statt, bei dem die Teilnehmer sich an Musik der Ärzte versuchten. Wie sagte Nick selbst es so schön: "Nur durch einen schnellen Zugriff der LUGFl-Sicherheitskräfte kann das reingeschmuggelte Mikro beschlagnahmt und eine Katastrophe verhindert werden, was uns natürlich nicht daran hindert, weiterzusingen" - einige sollen selbst während der langen Rückfahrt nach dem Camp noch gesungen haben. Findet sich beim nächsten Camp vielleicht der neue deutsche Superstar? ;)


Und eins darf natürlich nicht vergessen werden, was auf dem LUG Camp schon fast Kult-Status hat: Nick Sutterer und sein Projekt Drink'n'Track“, welches in diesem Jahr tatsächlich schon fast Alpha-Status erreicht hat. Besonderen Wert legte Nick dabei auf das YUIK-Interface, mit dem die Verbindung zur dazugehörigen Datenbank von jeder beliebiegen Plattform aus erfolgen können soll. Natürlich sind alle schon ganz gespannt, wie weit er es dann zum nächsten LUG Camp weiterentwickelt hat.


Als Rahmenprogramm hatte die LUG Flensburg sich dieses Mal etwas Besonderes einfallen lassen:



Nachdem das Bier der Flensburger Brauerei beim Camp 2002 so gut ankam, war eine Besichtigung dieser Brauerei organisiert worden. Die Fahrt dorthin erfolgte mit einem Bus, der noch einen „kleinen“ Umweg machte (Nein, der Fahrer hatte sich nicht verfahren und kannte sich wirklich in der Gegend aus!), damit die Camper nicht nur 4 Tage lang die Halle sondern auch etwas von Flensburg zu sehen bekamen.



Dass man sich im Anschluss an die anstrengende Besichtigung noch in der Brauerei „etwas“ mit Bier und Leckeren stärken konnte, gehörte natürlich dazu.


Zum ersten Mal im Rahmen eines LUG Camp wurde auch die Möglichkeit geboten, LPI-Prüfungen abzulegen. Rainer Brandt von LPI Deutschland war extra für die Prüfung nach Flensburg gekommen und ca. 15 Prüflinge mussten dann am Samstag morgen ihr Können unter Beweis stellen, was einigen doch recht schwer fiel, denn die Nächte auf einem LUG Camp sind natürlich sehr kurz. Wie erfolgreich die Prüfung war, werden die Teilnehmer leider erst in einigen Wochen erfahren, da die Prüfungen in Kanada ausgewertet werden.


und in gemütlicher Runde...


Natürlich kommen bei jedem LUG Camp auch noch spontane Programmpunkte hinzu; so wurde in diesem Jahr von den Teilnehmern ganz kurzfristig eine Keysigning-Session gestartet, die ebenfalls von einer ganzen Menge der Teilnehmer genutzt wurde.


In der Nacht von Donnerstag auf Freitag wurde plötzlich kräftiger Gesang angestimmt: 130 Linux-Fans können ganz schön laut sein, vor allem dann, wenn einer von ihnen Geburtstag hat.


Tag der offenen Tür


Auch in diesem Jahr nutzte die LUG Flensburg die Gelegenheit, im Rahmen des LUG Camp einen Tag der offenen Tür durchzuführen. Insgesamt kamen über den Tag verteilt ca. 60-70 Besucher aus Flensburg und Umgebung, um sich bei den Teilnehmern über Linux und seine Möglichkeiten zu informieren. Im Gegensatz zu 2002 fiel aber auf, dass einige der Besucher mittlerweile wohl schon erste Erfahrungen mit Linux gesammelt und sich Stichpunkte aufgeschrieben hatten, was sie auf dem LUG Camp fragen wollten. Viele Besucher zeigten sich auch beeindruckt von der Monitorwand gleich am Eingang, wo Arnim Staschke 8 Monitore an einem PC angeschlossen hatte. Dass so etwas möglich ist, hatten sich viele der Besucher bisher überhaupt nicht vorstellen können und entsprechend groß waren die Augen, wenn der Laser-Bildschirmschoner sich über alle 8 Monitore verteilte.


Dank dem Engagement aller Teilnehmer konnte den Besuchern wirklich gut geholfen werden, wodurch sich die Zahl der zufriedenen Linux-Nutzer in Flensburg sicherlich weiter erhöhen wird.


Nach der Preisverschleuderung, die natürlich auch dieses Mal stattfand und bei der viele durch Sponsoren gestiftete Preise überreicht wurden, übernahm Sven Velt von der LUG Schwabach das Kommando bzw. das Mikrofon:



Die Schwabacher hatten die (Super-) Idee, eine Art Wanderpokal einzuführen, den die jeweils ausrichtende LUG ein Jahr lang in Ehren halten darf und der dann beim nächsten Camp an die neuen Ausrichter übergeben wird. Den (einfach geil aussehenden) spontan und nach eigener Aussage "mit viel Liebe" erstellten Platzhalter für den später folgenden, echten Pokal, den ein Mitglied der LUG Schwabach in Handarbeit selbst erstellen wird, der wurde dann auch gleich der LUG Flensburg überreicht.



Ganz nebenbei wurde die LUSC auch noch als „Botschafter des Flens in Franken“ ausgezeichnet, weil sie es nach dem Camp 2002 geschafft hatte, daß ihre Getränkehändler Flens ranschafften!


alles hat ein Ende...

Leider ging aber auch dieses LUG Camp wieder viel zu schnell vorbei, aber bevor sich die Teilnehmer wieder in alle Winde zerstreuten, wurde der WupLug aus Wuppertal noch schnell klar gemacht, dass sie gar nicht anders kann, als das LUG Camp 2005 auszurichten! Erste Andeutungen in der Richtung hatte es bereits 2003 in Felsberg in der Schweiz gegeben und nun wurde es festgemacht: Das LUG Camp 2005 wird also definitiv in Wuppertal stattfinden und viele der Teilnehmer aus diesem Jahr werden sich das mit Sicherheit nicht entgehen lassen.