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Freie Software? Was heisst das?

Nicht nur Linux ist ein Schlagwort in den Medien, auch von "Freier Software" ist häufig die Rede. Aber was ist unter diesem Begriff denn nun wirklich zu verstehen?

 

Die Free Software Foundation Europe definiert "freie Software" anhand folgender Merkmale:

<typolist>die Freiheit, das Programm f√ľr jeden Zweck zu verwenden (Freiheit 0)</typolist>

<typolist>die Freiheit, festzustellen, wie ein Programm funktioniert und es an die eigenen Bed√ľrfnisse anzupassen (Freiheit 1)</typolist>

<typolist>die Freiheit, Kopien eines Programmes anzufertigen und zu verbreiten um so anderen ebenfalls die Nutzung dieses Programms zu ermöglichen (Freiheit 2)</typolist>

<typolist>die Freiheit, den Quellcode eines Programms zu verbessern und diese Verbesserung wieder der Gemeinschaft zur Verf√ľgung zu stellen (Freiheit 3)</typolist>

Um vielleicht etwas besser zu verstehen, was damit konkret gemeint ist, hier noch ein paar Erläuterungen dazu:

Freiheit 0

Diese Freiheit halten viele Leute f√ľr eine Selbstverst√§ndlichkeit, die Realit√§t sieht jedoch leider anders aus - Beschr√§nkungen wie z.B. die folgende finden sich in vielen Programmen.

 

"Der Unterrichtseinsatz der Sharewareversionen in Schulen und ähnlichen Bildungseinrichtungen ist untersagt."

 

Auch solche Einschr√§nkungen wie "nur f√ľr den Privatgebrauch" oder "30 Tage Testversion" sind mit dieser Freiheit unvereinbar.

Freiheit 1

Diese Bedingung an freie Software schreckt Computernutzer häufig ab. Doch um von dieser Freiheit profitieren zu können, muss man kein Programmierer sein. Man kann Anpassungen z.B. von anderen Leuten erledigen lassen.

Warum es wichtig sein kann, freie Software zu verändern, ist am Vergleich mit einem Kochrezept sehr gut zu sehen:

 

Stell Dir vor, Du bist z.B. Vegetarier. Eines Tages findest Du im Internet ein interessantes Gericht, dass Du gerne kochen w√ľrdest. Aber leider enth√§lt es u.a. auch Fleisch und der Erfinder des Gerichtes verbietet Dir, das Rezept anzupassen - Du findest, dieses Beispiel klingt absurd? Wir auch - doch leider ist so etwas in der Software-Welt an der Tagesordnung!

Freiheit 2

Ein sehr wichtiger sozialer Aspekt an freier Software: Fast alle Menschen halten es f√ľr selbstverst√§ndlich, ihren Freunden zu helfen - das ist sehr gut so und vermutlich der Grund, warum Schwarzkopien von den meisten Nutzern als Kavaliersdelikt angesehen werden und so verbreitet sind. Doch Tatsache ist: das Weitergeben unfreier Software ist in vielen F√§llen ein Lizenzversto√ü und eine Straftat!

 

Um auf das Beispiel mit dem Rezept zur√ľckzukommen: Warst Du schon einmal bei Freunden eingeladen und es gab etwas total Leckeres zu Essen? Sicherlich hast Du den "Meister" nach dem Rezept gefragt und fast ebenso sicher hat er es Dir gegeben - genauso sollte es sich auch mit Software verhalten.

Freiheit 3

Diese Freiheit ist die Voraussetzung f√ľr die Art und Weise, in der freie Software entwickelt wird: Nur durch diese Freiheit ist es m√∂glich, dass sogar Hundertschaften von Entwicklern an einem Produkt arbeiten, wie es zum Beispiel bei GNU/Linux der Fall ist. Ohne diese Freiheit hat der Hersteller die volle Kontrolle dar√ľber, dass nur seine Version in Umlauf ist - Ver√§nderungen darf nur jeder f√ľr sich machen.